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German Working Papers in Law and Economics
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Volume 2007
uc(X. Symposium Travemünde (2006))

AUTHOR:
Roland Kirstein and Hans-Bernd Schäfer

TITLE:
Erzeugt der Europäische Verbraucherschutz Marktversagen? Eine informationsökonomische und empirische Analyse

SUGGESTED CITATION:
Roland Kirstein and Hans-Bernd Schäfer (2007) "Erzeugt der Europäische Verbraucherschutz Marktversagen? Eine informationsökonomische und empirische Analyse", German Working Papers in Law and Economics: Vol. 2007: Article 3.
http://www.bepress.com/gwp/default/vol2007/iss1/art3


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ABSTRACT:

Dieser Beitrag untersucht die Auswirkung der durch die EU-Verbraucherschutzrichtlinie und die Schuldrechtsreform ausgeweiteten gesetzlichen Gewährleistung theoretisch (anhand eines Signaling-Modells) und empirisch (anhand von Felddaten). Die Signalfunktion vertraglicher Garantiezusagen soll einem Marktversagen durch adverse Selektion in „Lemons“-Märkten entgegenwirken. Daher steht zu befürchten, daß die Ausdehnung der gesetzlichen Gewährleistung diese Signalfunktion empfindlich stört, so daß wieder Marktversagen eintritt. Die Analyse zeigt jedoch, daß ein Lemons-Effekt aus drei Gründen nicht zu erwarten sein dürfte. Zum einen kann selbst unter ausgedehnter gesetzlicher Gewährleistung noch hohe Qualität signalisiert werden. Zweitens kann eine gesetzliche Mindestgewährleistung sogar klar effizienzfördernd sein, wenn die Konsumenten heterogen sind. Schließlich zeigen die empirischen Daten, daß unterschiedliche Qualitäten auf unterschiedlichen Vertriebswegen gehandelt werden. Der Vertriebsweg kann daher als Signal wirken: Gute Qualitäten werden über Händler mit Gewährleistungen vertrieben, schlechtere Qualitäten direkt von Privat an Privat verkauft. Die Ausdehnung der Gewährleistung fördert also nicht Marktzusammenbruch, sondern spaltet den Markt für solche Gebrauchtwagen, die bisher nur über Händler vertrieben wurden, auf. Wenn gesetzliche Gewährleistung also ein ökonomisches Problem verursacht, dann besteht dies eher in den erhöhten Transaktionskosten, die beim privaten Direktverkauf anfallen. Außerdem kann eine „kontraintentionale“ Gesetzesfolge eintreten, wenn die durchschnittliche Ausstattung der Konsumenten mit Gewährleistung sinkt anstatt zuzunehmen.




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