Art
bepress.com
Home
My Account
All Journals
Contact Bepress
About Bepress
Subscriptions
Services
Reviews


Search All Publications
Find

Or search all bepress web pages: Search

We welcome your feedback. Please email your suggestions and ideas to us.
German Working Papers in Law and Economics
cover current_volume all_volumes submit_article

bealert

Volume 2004

AUTHOR:
Dieter Schmidtchen

TITLE:
Recht, Eigentum und Effizienz: Zu F. A. v. Hayeks Verfassung der Freiheit*

SUGGESTED CITATION:
Dieter Schmidtchen (2004) "Recht, Eigentum und Effizienz: Zu F. A. v. Hayeks Verfassung der Freiheit*", German Working Papers in Law and Economics: Vol. 2004: Article 33.
http://www.bepress.com/gwp/default/vol2004/iss1/art33


View the article (381 KB)
Notify a colleague about this paper
Get Acrobat Reader
Printing Tip: Select the option to 'print as image' in the Acrobat print dialog to ensure the article prints as it appears on screen.
Learn more...

ABSTRACT:

F. A. von Hayek hat drei Versuche unternommen, die Grundsätze einer liberalen Gesellschaftsordnung zu formulieren. Die Ergebnisse des ersten Versuches finden sich in seinem wohl berühmtesten Buch „The Road to Serfdom“ (1944). Hier behandelt er zwar Probleme, die für die Schaffung und Erhaltung einer Gesellschaft freier Menschen zentral sind, aber das Buch enthält kein systematisch ausgearbeitetes Konzept der Freiheit. Ein solches findet sich erstmals in Hayeks zweitem großen Werk „The Constitution of Liberty“ (1960), welches aber immer noch wichtige Fragen unbeantwortet ließ: „The first result of the efforts of explaining the nature of an order of freedom was a substantial book called The Constitution of Liberty (1960) in which I essentially attempted to restate and make more coherent the doctrines of classical nineteenth century liberalism. The awareness that such a restatement left certain important questions unanswered led me then to a further effort to provide my own answers in a work of three volumes entitled Law, Legislation, and Liberty “ (Hayek 1976: XX). Die wichtigen, nicht beantworteten Fragen, von denen im obigen Zitat die Rede ist, hängen mit der unbefriedigenden Definition des Begriffs Freiheit zusammen. In der Constitution of Liberty [deutsch: Die Verfassung der Freiheit (1971)] wird individuelle oder persönliche Freiheit definiert als „Zustand, in dem der Mensch nicht dem willkürlichen Zwang durch den Willen eines anderen oder anderer unterworfen ist“ (Hayek 1971: 14). Der Begriff Zwang wird jedoch ohne Rückgriff auf eine Strukturtheorie des Rechts zu definieren versucht (siehe auch Hamoway 1978: 287), wodurch große konzeptionelle Probleme entstehen: „all attempts to define freedom result in hopeless conceptual muddles without such a theory“ (Hamoway 1978: 287). Hayek hat sich die Kritik zu Herzen genommen und in der Tat mit der Trilogie Law, Legislation and Liberty [deutsch: Recht, Gesetz und Freiheit (2003)] die Grundsätze einer Verfassung der Freiheit formuliert, die von Anfang an in einer Strukturtheorie des Rechts verwurzelt sind. Der zentrale Abschnitt befindet sich in Band I „Regeln und Ordnung“ und trägt die Überschrift „Nomos: Das Recht der Freiheit“. Hier legt Hayek dar, daß Recht, Freiheit und Eigentum eine unteilbare Dreieinigkeit sind (siehe Hayek 2003:110). In diesem Beitrag soll die Tragfähigkeit einer auf Nomos gestützten Verfassung der Freiheit überprüft werden. Zu diesem Zweck wird in Abschnitt II zunächst der für Nomos zentrale Begriff der „protected domain“ erläutert und mit dem Konzept der „compossibility“ von Rechten verknüpft, das Hillel Steiner (1977) entwickelt hat. Es folgen Implikationen und Erläuterungen des Konzepts von Nomos. Insbesondere wird auf die Verwandtschaft zur modernen Theorie der Property rights hingewiesen. In Abschnitt III geht es um die Frage, wie „protected domains“ abzugrenzen sind. Hier muß Hayeks Idee, daß dazu Regeln gerechten Verhaltens (rules of just conduct) notwendig sind, erläutert und geprüft werden. In diesem Zusammenhang ist auch das von Hayek vorgeschlagene Kriterium für die Zuteilung von Property rights, nämlich die Verträglichkeit mit dem überlieferten Rechtssystem, zu behandeln. C. C. von Weizsäcker hat in seiner Besprechung zweier Bände aus Hayeks gesammelten Schriften in ORDO, 54 (2003), eine Vermutung geäußert, die in Abschnitt IV behandelt werden soll. Er deutet die Möglichkeit an, daß Hayek mit seiner Hinwendung zu einer Strukturtheorie des Rechts in Coasesches Terrain eingedrungen ist. Zwar hat das Coase-Theorem bei Hayek keine merkbaren Spuren hinterlassen, auch spielt der Begriff Transaktionskosten bei Hayek eine untergeordnete Rolle (Weizsäcker 2003: 336), aber beide Autoren befassen sich mit der Evolution des Common law, und beide Autoren sind – bei allen Unterschieden in der Begriffswahl – davon überzeugt, daß das Recht in Richtung Effizienz evolviert: „Wir können uns fragen: Sprechen Hayek und Coase in Wirklichkeit nicht einfach über dasselbe?“ (Weizsäcker 2003: 336). Abschnitt V widmet sich Hayeks Interpretation der Herrschaft des Gesetzes (Rule of Law). Abschnitt VI beschließt den Beitrag.




| HOME | MY ACCOUNT | TERMS OF SERVICE | COPYRIGHT | PRIVACY |
Copyright ©1999-2014 Berkeley Electronic Press™ All rights reserved.